Englische Tastaturen sind sooo anstrengend

Die letzte Woche verging wie im Flug. Nachdem wir einige Tage nachts froesteln mussten, hatten wir am Wochenende traumhaftes Wetter in Wilsons Promontory. Es erwies sich als reichlich unguenstig am Wochenende dort aufzulaufen, da ein paar hundert Melbourner dieselbe Idee hatten. Aber wer dachte, dass sich die Wombats deshalb nachts nicht auf den Campground trauen, sah sich getaeuscht. Wir haben 5 Stueck gesehen und sind jetzt sogar noch begeisterter als zuvor von diesen gemuetlichen Vertretern. Zunaechst stand die Besteigung des Mt. Oberon auf dem Programm, ein Pflichtprogramm und das voellig zurecht: der Blick von der Spitze auf einen grossen Teil des Nationalparks, die vorgelagerten Inseln, die weissen Sandbuchten, der helle Wahnsinn. Matze hatte keine Lust nachmittags auch noch zum Squeaky Beach zu wandern, ein Strand bei dem der Sand aufgrund des hohen Quartzgehaltes quietscht – und das nicht zu knapp. Ohne Matze musste ich also mal wieder auf andere Hilfe beim Fotografieren zurueckgreifen. Zum Glueck waren keine Japaner am Start (siehe unten;o) Stattdessen hab ich ein paar Melbourner angequatscht, damit sie ein Beweisfoto schiessen und das erwies als echtes Glueck. Wir kamen ins Gespraech, tranken Sekt am Strand (gut, Bier waer besser gewesen) und sie luden Matze und mich in ihre Wohnung in Melbourne ein.
Und da sind wir jetzt. Dazwischen hatten wir aber auch noch einige tolle Erlebnisse, die aber jetzt den Rahmen sprengen wuerden. U. a. haben wir tausende Zwergpinguine auf Phillip Island gesehen. Die kommen da jeden Abend an Land in ihre Behausungen. Das ganze wird natuerlich maximal touristisch ausgeschlachtet, es gibt Tribuenen, Flutlichtmasten und zig VIP-Bonusprogramme bei denen man den Pinguinen auf den Pelz ruecken kann. Aber es war ein Erlebnis und wir koennen es jedem empfehlen. Danach waren wir die Great Ocean Road, eine der bekanntesten Panoramastrassen der Welt passiert, allerdings teilweise in stroemenden Regen. Im Otway Nationalpark haben sie einen Tree-Top-Walk gebaut, Otway Fly heisst der und es ist auch wirklich ein bisschen wie fliegen, denn man geht dort in 30 bis 47 m Hoehe durch die Baumkronen des Regenwaldes. Eine Tag spaeter gings in die Grampians, das war auch eines der Highlights der gesamten Australienreise. Eigentlich waren wir aufgrund der tollen Steinformationen und Waelder dort, aber wir hatten zudem Glueck und konnten etliche Kaengurus sehen.
Nun haben wir noch 1 Tag in Melbourne und das gehts zurueck nach Deutschland. Es soll ja ziemlich kalt sein mittlerweile, aber ich freu mich trotzdem schon sehr darauf mal wieder zuhaus zu sein.

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Wellness-Tag im weltbekannten Toora und neue Bilder

Sind jetzt in einem kleinen Kaff vor Wilsons Promontory. Der Campingplatz ist echt irre. Um das gesamte Freizeitangebot auszutesten, bräuchten wir wohl ne Woche: Beachvolleyball, Tennis, ne Hüpfburg, nen Trampolin, Indoorpool und Whirlpool, Kicker, Billard, Tischtennis usw. Aber man muss wohl auch soviel bieten, damit man in diesem Dorf names Toora bleibt, nicht viel los hier. Also haben wir den Pool in Beschlag genommen. Ich hab endlich neue Fotos hochgeladen und zwar bis einschließlich dem Whitsunday-Post.

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Von wegen in Australien ist es warm!

Da schon wieder Unwetter drohte, mussten wir uns sputen, die Blue Mountains bei Sonnenschein zu sehen. Das taten wir dann auch, erwartungsgemäß zusammen mit einer Horde Japanern.

Herrliche Ausblicke beii der Wanderung. Aber die 900-Stufen-Treppe wär nix für Rainer Calmund stellten wir fest ...

Dafür dass die Japaner so eifrig fotografieren, haben sie den Bogen noch nicht ganz raus. Ich musste gleich mehrere Leute ansprechen, ob sie ein Beweisfoto mit mir und den 3 Sisters (das is ne Felsformation;o) machen. Bereits im dritten Anlauf waren sowohl ich als auch die 3 Sisters auf dem Foto – irre.

Ich erspare euch mal die Fotoversuche der Japaner und lasse die 3 Sisters lieber alleine wirken

Am nächsten Tag haben wir das beste gemacht, was man bei Regen machen kann: Wir haben eine Tropfsteinhöhle besucht. Ich dachte, ich hab zu Schulzeiten bei zahlreichen Klassenfahrten im Harz alles an Tropfsteinhöhlen gesehen, was es so gibt, aber weit gefehlt.

Der Broken Crystal. Das Teil ist mindestens 4m hoch

Die Jenolan Caves sind der reinste Wahnsinn. 360 Höhlen sind es insgesamt, aber es kommen regelmäßig neue hinzu. Ich hab versucht mit ner Langzeitbelichtung ein wenig die tolle Beleuchtung einzufangen, das war wirklich großes Kino.

Highlight war die Beleuchtung einzelner Teile der Höhle passend zum Orchesterintro von Metallicas S&M Album, das ging unter die Haut

Da es nach der Führung durch einige Höhlen noch immer in Strömen regnet, sind wir den Rest des Tages quer durch Australien gedüst, immer der Sonne und dem blauen Himmel entgegen.
Am nächsten Tag gings in den Mount Buffalo Nationalpark. Das Plateau liegt auf 1300 m Höhe, was sich auch gleich in den Temperaturen niederschlug. Nachts waren es sogar 3 Grad unter Null. Nur Schnee hat noch gefehlt.

Lake Catani vom Monolithen aus fotografiert. Mit der Leselupe erkennt man sogar unseren Camper

Wir haben an einem Bergsee übernachtet. Eigentlich wollt ich am nächsten Morgen baden gehen, aber da ich eh Mühe hatte ein wenig Körperwärme zu entwickeln, musste ich den Plan dann doch abblasen.

Im Winter friert der See jedes Jahr zu. Es hätte mich aber an diesem Morgen auch nicht überrascht ...

Für seine Höhe kann ja der Mount Buffalo nichts, daher muss ganz klar gesagt werden: Die Felsformationen, Schluchten und Wasserfälle sind echt eine Reise wert.

Ein Stein-Ottomane, wie geil ist das denn? Nicht wundern über meine Michael-Jackson-Gedächtnis-Blässe - die Sonnencreme ist echt ne Waffe ...

Wir haben zig Wanderungen mit grandiosen Aussichten auf die viktorianischen Alpen gemacht.

Auf dem Weg auf das Horn in 1700 m Höhe

Außerdem waren wir auf Wombat-Suche, allerdings sind die eher nachtaktiv. An eine Nachtwanderung war aber bei diesen Temperaturen nicht zu denken. Hoffentlich sehen wir in Wilsons Promontory welche! Heute geht’s aber erstmal über die Alpen nach Lakes Entrance an die Südküste Australiens.

Besser als Kino ... Wir haben keine Ahnung wie diese Spatzen heißen, aber sie sind ganz schön narzistisch veranlagt ... und ließen sich von nix abbringen

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Neues aus Sydney

Nach einem Abstecher an die Great Lakes (die gegenüber den amerikanischen etwas mickrig aussehen, hat mich eher an die Mecklenburger Seenplatte erinnert, allerdings mit Pazifik im Hintergrund), waren wir dieses Wochenende in Sydney.

Der One Mile Beach in Forster in der Nähe der Great Lakes

Auf der Suche nach unserem Campingplatz sind wir mitten im Speckgürtel von Sydney ausversehen in einen Nationalpark gefahren. Echt irre, dass die hier einfach mal so Nationalparks innerhalb der Stadt haben.

Ging fast schon als Service-Checkup durch (Eigentlich hätten wir die Woche in die Werkstatt gemusst, aber die australische Autovermietung hat in typischer Aussie-Manier drauf verzichtet)

Den Campingplatz haben wir dann doch noch anderswo gefunden und sind in 30 min mit dem Zug ins Zentrum gefahren. Da wir nur 2 Tage für Sydney hatten, haben wir uns auf die wichtigsten Ziele beschränkt. Die Bucht um das Opernhaus herum ist wirklich überwältigend, auch wenn wir überrascht waren, wie klein die Oper ist. Aber die Architektur ist einmalig. Keine Ahnung wie die Australier das hinkriegen, aber die Fassade der Oper sah noch aus wie neu. Leider war das Konzert von Jazzgitarrist George Benson ausverkauft, wir haben den Konzertsaal aber bei der Führung ansehen können.

Der Klassiker: Oper vor Harbour Bridge

Gerade im Vergleich zur Wiener Oper hat die Sydney Oper im Inneren nicht viel zu bieten, da ist sie eher funktional gehalten. Die Führung war aber sehr interessant, z. B. wurden zahlreiche Zeichnungen gezeigt, die bei der Architekturausschreibung zum Bau der Oper in der engeren Auswahl waren. Die Habour Bridge fanden wir noch besser als die Oper. Wir sind aber nicht auf die Brücke hochgeklettert, da uns 150 $ pro Nase unverhältnismäßig erschienen.

Die Harbour Bridge bei Nacht von der Oper aus fotografiert. Was war ich stolz auf meine Kamera ...

Im Hafenviertel the Rocks war ein Festival mit viel Livemusik, da hatten wir also ein gutes Timing. Abends gings nochmal in die Oper. Wir haben uns im Opern-Studio Kabarett angeguckt. Ich bin beruhigt, dass nicht nur in Magdeburg, sondern auch in der Metropole Sydney, Freitag Abend kulturelle Veranstaltungen z. T. mit chronischer Unterbesetzung des Publikums stattfinden müssen. So saßen wir im kleinen Kreis und dementsprechend in der ersten Reihe. Die beiden Künstler Sammy J und Randy haben den diesjährigen Melbourne-Comedypreis bekommen, zum Glück haben sie aber nicht so geslangt wie die meisten anderen Aussies. So haben wir alles gut verstanden und haben genauso gefeiert wie die 20 anderen Besucher.
Am Samstag mussten wir uns dringend einen Friseur suchen – mein Cowboyhut hat schon nicht mehr gepasst. Die Friseursuche allein war allerdings schon zum Haareraufen. Erst haben wir eine halbe Stunde lang vergeblich im Zentrum Sydneys nach einem ausschaugehalten. Als wir dann endlich einen gefunden hatten, war der natürlich voll – schließlich muss er augenscheinlich halb Sydney versorgen – und maßlos überteuert. Na wir haben dann doch noch einen anderen gefunden und haben dort mit Händen un Füßen kommuniziert, um den koreanischen Friseuren zu beschreiben, wie wir unsere Haare den gern hätten. Größere Katastrophen konnten abgewendet werden …
Auf dem Weg durch die Stadt waren wir einmal mehr begeistert von den vielen Straßenkünstlern. Da tanzte einer ziemlich gekonnt mit einer Puppe, ein anderer ließ sich in Ketten legen und befreite sich innerhalb von 3 min. Bei einer anderen Show suchte eine Frau, die sich unglaublich verbiegen konnte ausgerechnet Matze aus der großen Zuschauertraube.

Matzes großer Auftritt. Und ich dachte erst sie wollt IHN in die Kiste pressen ...

Er musste ihr dabei helfen in einen 43 mm langen Glasquader zu klettern. Das sah sehr ungesund aus …
Natürlich waren wir auch auf dem Sydney-Tower. Dort kann man vom 80ten Stock die Stadt bestaunen, das war klasse. Abends gings nach Chinatown, was allerdings nur eine relativ kurze Restaurantmeile ist.

Darling Harbour. Das eigentliche Highlight war die Öffnung der Pyrmont Brücke bei der alle wie wilde Hühner auf die andere Brückenseite sprinteten, als gebe es in den nächsten 2 Wochen keine Gelegenheit mehr dazu ... nach 5 min war sie wieder offen

Ganz in der Nähe gab es einen Club mit Livemusik. Wir hatten erst Sorge, dass die Band Hottentottenmusik macht, da dere Gitarrist ein bisschen gefährlich aussah. Die machten dann aber Covermusik und das ziemlich gut. Wir kannten jeden Song und als sie auch noch When I come around spielten, mussten ich an unsere ersten Bandversuche 1997 denken. Sie haben es allerdings zum Glück besser gespielt als wir damals;o)
Morgen geht es weiter in die Blue Mountains und zu den Jenolan Caves.

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Endlich kann man ohne Krokos baden

Fanden wir einfach zum Schießen: Australische Gartenzwerge ...

Eine weitere Urlaubswoche ist leider schon wieder vorbei. In Hervey Bay haben wir erst ein paar Tage warten müssen, da wir die Jeep-Ausleihe für Fraser Island mit ein paar Leuten machen wollten, die wir auf der Whitsunday-Tour kennengelernt hatten. Leider steckten die in so nem Anglerdorf fest und hatten keinen Empfang. Wer fährt denn bitteschön nach Australien und geht dann angeln?

Aufgrund der miesen Wettervorhersage (die sich später auch als richtig herausstellen sollte) haben wir statt einer mehrtägigen Tour im Regen lieber einen Rundflug über Fraser Island gemacht. Es war eine ziemlich spontane Idee und wir hatten Glück, dass wir noch den letzten Flug des Tages erwischten.

Vor unserem zeitweiligen Privatjet. Nur Fliegen durften wir leider nicht selber, na war wohl besser so

Dadurch war es auch quasi ein Privatflug, da wir die einzigen Fluggäste darstellten. Die Aussicht war grandios aus dem Flieger und die Abendsonne tat ihr übriges. Die Bodenerkundung von Fraser musste allerdings auf den nächsten Australienurlaub warten.

Der Lake Mackenzie von oben ... und wir hätten so gern drin gebadet

Matze konzentriert, ich ganz Paparazzi

Donnerstag haben wir dann die Füße hochgelegt und haben den Regen über uns ergehen lassen (mit Dach über dem Kopf;o).
Am Wochenende waren wir erneut in Brisbane, waren Shoppen und bei unserem Lieblingsitaliener der uns zu Anfang des Urlaubs unsere Pizza selbst herstellen ließ.

Ich war so stolz die abendliche Skyline von Brisbane halbwegs eingefangen zu haben, muss einfach ins Blog

Danach stand ein Besuch der Gold Coast an, das war wie erwartet nicht so unser Ding. Der Strand und die Wellen in Surfers Paradise waren klasse, nur die vielen Hochhäuser störten „etwas“ das Gesamtbild.

Montag sind wir also in den Lamington NP geflüchtet und haben ne tolle Wanderung gemacht, vorbei an vielen Wasserfällen, riesigen Bäumen und mehreren Höhlen.

Das Spitze passte aus verständlichen Gründen nicht drauf

Die Wanderung hat uns sogar noch besser gefallen als die bisherigen.

Eigentlich glasklar zu erkennen, aber zur Sicherheit: Links ist das Egg und rechts ist die Turtle

Gestern sind wir in Byron Bay Wellen geritten, naja also wir haben das gemacht, was wir darunter verstehen … Die Strände in Byron Bay brauchen sich nicht hinter denen von Surfers Paradise verstecken und zum Glück gibt’s hier keine Hochhäuser. Dementsprechend teilt man sich auch mit wesentlich wenigeren Leuten den Strand. Unsere ersten Boogie Board Versuche sahen bestimmt lustig aus und entsprachen nicht den australischen Standards, aber mir hat die Geschwindigkeit die man mit dem Board erreicht, wenn man die Welle richtig erwischt vollkommen gelangt. Byron Bay selbst ist nicht so der Augenschmaus: eine Aneinanderreihung von Souvenir- und Sportläden. Immerhin ist man um das Stadtbild bemüht, lässt keine Hotelburgen und amerikanische Franchise-Unternehmen in die Stadt.

Stromkastenkunst in Byron Bay. Ganz wichtig: Natürlich ein Surfbrett oben drauf

Heut sind wir sehr früh aufgestanden, um vom Campingplatz aus zum östlichsten Punkt Australiens zu wandern. Er war auch nur 1,5 km entfernt. Wir waren echt froh, dass wir auf der Tour nur einem Wallaby begegnet sind. Schließlich sind um 5 Uhr morgens auch andere australische Tiere aktiv.

Kaum zu glauben, 5.48 ging die Sonne auf und wir waren pünktlich

Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir den Leuchtturm. Nach einer ausgiebigen Fotosession ging die Wanderung entlang des Kaps weiter. Wenn man Glück hat, sieht man hier Delphine vor der Küste, hat aber nicht geklappt. Dafür stand aber ein Wallaby samt Baby direkt neben dem Leuchtturm.

Also man hat ja schon oft davonn gehört, aber das mit dem Beutel ist schon echt kultig, vor allem wenn die beiden gleichzeitig von der Wiese essen (also in 2 Etagen quasi)

Nun sind wir in Red Rock auf einem wunderschönen Campingplatz. Wir sind wieder direkt am Strand und ich werd gleich nochmal das Boogie Board testen …

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Zurück von den Whitsundays

Die Segeltour war spitze. Bei gutem Wind sind wir ganz schön über die Wellen gefegt. Das Boot stand dabei oft um 45 Grad gekippt, erfreulicherweise ist trotzdem niemand über Bord gegangen;o) Das Schunkeln des Bootes hielt sich zum Glück in Grenzen, mit Ausnahme der Fahrt ans Great Barrier Reef. Es war früh morgens, wir waren grad dabei zu frühstücken und allen war schnell speiübel vom Seegang. Aber dann wurde eine Runde Reisetabletten geworfen und so bekamen wir es in den Griff.

Da hatten wir das Boot noch im Griff: Matze am Steuer

Unterhalb des Decks war das Boot leider schon ziemlich runtergekommen. Zum Glück hatten wir 3 tagelang traumhaftes Wetter, so dass wir nur zum Schlafen in diese Bruchbude hinabsteigen mussten.
Die Inseln, die wir besucht haben, waren wirklich traumhaft. Allen voran Whitsunday Island.

Der Whithaven Beach auf Whitsunday Island

Absolutes Highlight war das Tauchen und Schnorcheln. Das Wasser am Great Barrier Reef ist so klar und durch die Sonne strahlen die Korallen und Fische um die Wette. Steckt man den Kopf unter Wasser hat man das Gefühl Teil einer Neuauflage von „Findet Nemo“ zu sein, da die Unterwasserwelt teilweise aussieht wie gemalt. Manchmal sind wir nur einen halben Meter über den Korallen geschwommen, das war unbeschreiblich. Mal regenbogenfarbende, mal wildgestreifte Fischschwärme schwimmen durch einen durch, so dass man teilweise instinktiv den Bauch einzieht, um niemanden zu verscheuchen. Aber die Fische bahnen sich schon ihren Weg. Wir haben so große Fische gesehen, dass jede Beschreibung als Anglerlatein abgestempelt werden würde. Na ich versuchs trotzdem mal: Die Napoleon-Fische waren länger als unsere ausgestreckten Arme, also über 1,80 m lang und ca. 1 m hoch. Ab und an musst ich mir ins Gedächtnis rufen, dass diese Fische trotz ihrer Größe es nicht auf uns abgesehen haben … Wir sind neben Schildkröten geschwommen, haben Manta-Rochen gesehen und soo viele Fische, von deren Bezeichnung ich leider keine Ahnung habe;o) Abends sprangen auch noch zwei Delphine im Sonnenuntergang, als wir in einer Bucht geankert hatten.

Zwar ohne Delphine, aber so sah die Abendsonne aus

Ende der Woche sind wir in Tin Can Bay und hoffen dort noch Delphine zu sehen.

Nach den Whitsundays waren wir im Eungella Nationalpark. Das war ein ganz schöner Umweg, aber es hat sich gelohnt.

Matze am Grill, ein seltenes Bild;o) Wahnsinnsaussicht vom Campingplatz in Eungella

In der Nähe von Eungella kann man in den Morgen- und Abendstunden ab und an Schnabeltiere sehen. Platypus heißen die hier. Ein weiteres kurioses Tier. Vorne ähnelt es durch den Schnabel einer Ente, von der Gestalt her geht es eher Richtung Biber und für das Hinterteil fehlt mir grad ne Idee.

Quasi das australische Nessi, und wir haben den Fotobeweis! Nur: Wo ist vorne?

Als ich das erste Mal Aufnahmen davon gesehen habe, musste ich an diese alte Fernsehsendung denken, bei der Kinder, die Eigenschaften von Tieren wild durcheinander kombinierten und ein Maler das graphisch umsetzte. Egal, ist jedenfalls ein cooles Tier, der Platypus. Und er war, wie bestellt, am nächsten Morgen pünktlich um 6.30 an der Sichtungsplattform, dafür meinen Respekt. Wir waren schwer begeistert.

Die nächsten Tage wollen wir eine Jeep-Tour auf Fraser Island machen. Das ist die größte Sandinsel der Welt, die aber neben jeder Menge Sand noch viel mehr zu bieten hat, z. B. kristallklare Seen und Flüsse in denen man sich bis zum Meer tragen lassen kann. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

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Aus dem Survivalcamp

Sitzen grad in Airlie Beach und entspannen ein wenig bevor es heut nachmittag auf Segeltour zu den Whitsundays und dem Great Barrier Reef geht. Gestern haben wir das Boot gechartert. Eigentlich wollten wir knallhart mit den hiesigen Reibüros um den Preis für die Tour feilschen, das gute alte Good-Cop-Bad-Cop-Spiel durchziehen, aber als der Freak aus dem Reisebüro uns sein Angebot vorgelegt hat, waren wir echt von den Socken und das hat er uns wohl auch angesehn. Jedenfalls konnten wir den Preis nicht weiter drücken. Er war ja auch wesentlich besser als alles was uns die anderen Agenturen angeboten hatten. Nun hoffen wir, dass das Ganze keinen Haken hat und das Wetter gut mitspielt. Von Montag bis Donnerstag sind wir nun auf See.

Die letzte Woche war ziemlich aufregend. Aufregender als es uns am Ende lieb war. Aber der Reihe nach. Montag war noch alles in Butter. Wir haben eine erstklassige Tour in der Nähe von Cairns gemacht. Es ging zu den Milla Milla Falls und einigen Gebirgsflüssen.

Die Milla Milla Falls waren auch bei Regen schön anzusehen

Dort gab es eine Naturrutsche auf die die meisten Erlebnisbäder neidisch wären. Noch besser als die Ziele der Tour war aber die Unterhaltung. Der Guide hat in unnachahmlicherweise den gesamten Bus unterhalten, ganz nebenbei musste er auch noch den Bus durch die Berge lenken. Wir haben ein paar Videos gedreht, denn mit Fotos oder Worten kann man dieses Erlebnis schwer beschreiben.

Die letzte Woche war vor allem vom tropischen Regenwald geprägt. Zum Abschluss wollten wir die volle Dröhnung Natur und haben uns von einem Fährmann auf Hinchinbrook Island absetzen lassen. Ein Zelt hatte uns der Mann für den unschlagbaren Preis von 10 AUD ebenfalls geliehen. Auf der Insel gibt es einen berühmten Fernwanderweg: Den Thorsborne Wilderness Trail. Wie der Name bereits verrät, geht es auf der Insel ziemlich wild zu. Abgesehen von einem Hotel im äußersten Norden der Insel, das ca. 30 km von uns entfernt war, ist die Insel im Grunde unzivilisiert. Um den gesamten Trail zu wandern sollte man 5 Tage einplanen. Wir wollten nur den südlichen Abschnitt wandern. Am ersten Tag wanderten wir zu den Mullagan Falls.

Camping an den Mullagan Falls

Mullagan Falls

Dort gab es ein paar begradete Flächen im Regenwald-Dickicht, zwei auf Pfählen errichtete Camping-Plumpsklos und ein paar Metallboxen, um Essen vor den Ratten zu schützen. Wir bauten das Zelt auf und verbrachten die Zeit am Wasserfall. Bis auf ein Wallaby und die allgegenwertigen Geckos/Skinks hatten wir noch keine Tiere gesehen. Wir waren aber auch nicht besonders scharf auf ein Treffen mit Schlangen und Krokodilen. Am zweiten Tag wanderten wir zu den Zoe Falls (sehr schön!) und wieder zurück zu unserem Campingplatz.

Panorama von den Zoe Falls

Man beachte unsere professionelle Indiana Jones Ausstattung

Die 3 Wanderer mit denen wir uns Tags zuvor den Campingplatz geteilt hatten, hatten die Insel nun verlassen, so dass wir nun die einzigen Menschen im Umkreis von 7 km waren. Um Mitternacht begann dann das Disaster: Es fing an wie aus Eimern zu regnen. Um 3 Uhr nachts war dann Wasser im Zelt. Wie dicht das Zelt gehalten hatte, sahen wir erst als wir es aufgeben mussten: Der ganze Campingplatz stand bereits unter Wasser und das Zelt schwamm mittendrin. Wir flüchteten unter die einzige Überdachung in der Nähe: die Campingklos. Dort verbrachten wir eine romantische Nacht in friedlicher Koexistenz mit zwei Killerspinnen. Als um 5.30 endlich die Sonne aufging, hatten wir noch Hoffnung, dass der Regen endlich stoppen würde. Die gesamte Landschaft um uns herum hatte sich in Bäche verwandelt. Man kann die Wassermassen nur schwer beschreiben.

So gut bewässert war der Campingplatz ursprünglich nicht ...

Unser Zelt war jedenfalls im Eimer. Als es um 10 immernoch nicht aufgehört hatte zu schütten, haben wir schweren Herzens den Zeltboden in 4 Teile geschnitten und uns die Folie um die Füße und Beine gebunden. Sah sehr futuristisch aus;o) Die Idee sollten wir uns patentieren lassen. Wir konnten damit 20 Minuten durchs Wasser laufen. Doch für was sich dann uns in den Weg stellte, halfen auch unsere Schuhkreationen nix: Die Bäche, die wir 2 Tage zuvor noch über die Steine hüpfend überbrückt hatten, waren zu reißenden Flüssen geworden. Uns war zu diesem Zeitpunkt aber eh schon alles egal. Zurück konnten wir nicht, wir hatten schließlich kein Zelt und kein Essen mehr (das ist für einen Stober sowieso das schlimmste;o) Und noch eine Nacht auf dem versüfften Klo wollten wir ganz bestimmt auch nicht verbringen. Also kämpften wir uns durch das zum Teil hüfthohe Wasser und liefen quer durch den Regenwald, da der Weg nicht benutzbar war. Man kann sich sicher die Freude vorstellen, als wir nach 45 Minuten Hochwasser endlich den Strand erreichten.

Matze präsentiert die neueste Hochwasser-Mode

Hier mussten wir zwar noch 5 km durch gegen den von vorn kommenden Regen anlaufen, aber das war im Vergleich zu der Tortour zuvor ein Klacks. Wir erreichten den Fährmann, der etwas verwundert war von uns zu hören. Er hatte nicht mit unserem Kommen gerechnet. Auf dem Festland hatte es 190 mm über Nacht geregnet auf der Insel war es noch mehr gewesen … Die letzten Tage haben wir uns von dem Stress erholt. Das Unwetter auf Hinchinbrook Island gehört sicherlich zu den Abenteuern, die einem lieber erspart bleiben. Vom Zelten auf einsamen Inseln haben wir für diesen Urlaub auf alle Fälle genug.

 

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Lagebericht nach der ersten Woche

Die erste Woche ist rum, Zeit für einen Zwischenbericht. Wir waren echt froh als wir endlich aus dem Hostel ausgezogen sind. Der düsenjet-artige Lärm vor unserem Zimmer wurde am letzten Abend sogar noch von dem in den Innenhof prasselnden Regen getoppt…

Die nächste Nacht verbrachten wir bei den gastfreundlichen Auswanderern, die auch Bella beherbergen. Es war wirklich ein tolles Gefühl mal wieder ein sauberes Bad zu benutzen. Waren auf dem Oktoberfest in Brisbane. Da wir beide noch nicht auf dem Oktoberfest in München waren, konnten wir natürlich 1A beurteilen, ob die Aussies das hier stilecht immitieren. Lustig wars allemal. Die Aussies haben extra ne bayrische Band eingeflogen, die dann einen „Hit“ nach dem anderen vom Stapel gelassen hat. Die Australier lieben den Chickensong/Ententanz, das brachte in jeder Spielrunde das Zelt zum Beben. Wir haben ohne Mist noch eine Woche später diesen einen Ohrwurm im Kopf: „Mer gehn noa lang net ins Bett“ (oder so ähnlich). Der Song ist der Kracher, na vielleicht auch nur, wenn man die Band dazu gesehen hat, das können wir jetzt nicht mehr beurteilen, da wir ja quasi einer Gehirnwäsche unterzogen wurden (3h Bayern-Schlagermucke hinterlassen ihre Spuren…).

Natürlich haben wir auch den Camper abgeholt. Er hat bescheidene 400.000 km runter aber summt wie ein Bienchen und ist echt geräumig.

Matze bei der Präsentation der Vorzüge unseres Campervans

Die nächsten Tage haben wir ziemlich viele Kilometer geschrubbt. Es bot sich auch an, denn es regnet doch ziemlich viel. Haben ne Rum-Destillerie besucht, natürlich mit Verkostung und notwendig gewordener anschließender Ausnüchterung. Bundaberg-Rum ist im Mix echt lecker. Pur ist er eher was für Fans …

Man kann nicht durch Australien reisen ohne Bundaberg-Rum zu verkosten

Vor 3 Tagen sind wir nun in die Tropen gefahren und Flora und Fauna wurden auch gleich interessanter. Waren im Cape Hillsborough Nationalpark. Gleich kurz vorm Eingang des dortigen Campingplatzes haben wir die ersten Kängurus gesehen.

Matze auf "Kängurujagd"

Dahinter bot sich uns eine traumhafte Bucht. Baden kann man aber zur Zeit nicht wegens der Krokos und Qualen. Haben am Abend erneut Kängurus auf dem Campingplatz direkt neben unserem Campervan gesehen. Außerdem liefen einige Possums und Wallabys rum, echt irre. Außerdem gibts hier so Truthahnähnliche Viecher, vor denen muss man ständig sein Essen verstecken … Auf dem Weg zum Wäschewaschen mussten wir an diesen eckligen Australienfröschen vorbei. Die Taschenlampe, die wir uns besorgt haben, hat sich schon jetzt ausgezahlt. Die Viecher feuern nämlich so ein giftiges Zeug auf einen ab. Aber die machen nix, es sei denn man leckt sie (und dann ist einem ja eh nicht mehr zu helfen) oder man tritt drauf. Um letzerem vorzubeugen, hatten wir ja zum Glück die Lampe.
Am nächsten Morgen mussten wir früh raus, da die Kängurus morgens an den Strand kommen. Allerdings mussten wir mit nur einem Känguru vorlieb nehmen.

Ein Wallaby in der Morgensonne am Strand

Einige andere tigerten aber die ganze Zeit über den Campingplatz, das war ein guter Kompromiss. Haben anschließend ne schöne Wanderung durch den Nationalpark gemacht.

Die Wallabys hatten echt die Ruhe weg ...

Gestern haben wir Airlie Beach erreicht. Hier wollen eine 3-tägige Segeltour machen. Das Problem ist nur: es regnet hier ohne Ende und das seit Tagen. Wir werden heut erstma weiterfahren nach Townsville und hoffen auf besseres Wetter (schlechter geht auch kaum), wenn wir in ca. einer Woche auf der Rücktour wieder hier sind.
Soweit erstma, liebe Grüße an alle daheim! Ihr habt momentan definitv besseres Wetter;o)

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Endlich da …

Der 24h Flug war echt anstrengend, aber wir konnten ihn mit allerlei Kinofilmen verkürzen. Unter anderem haben wir den Film über Neslon Mandela gesehen. Invictius heißt der und handelt grob gesagt von der großen Bedeutung des Rugbycup-Gewinns für die Identität der Südafrikaner. Cooler Film, aber wir mussten feststellen, dass Rugby echt zu brutal für diese Welt ist. Sicherlich keine Einstellung mit der man in Australien viele Sympathien gewinnen kann …
Die Fluggesellschaft wollte Matze glatt nicht mitnehmen, da die Maschine überbucht war. Zum Glück ist er auf die Barikaden gegangen und sie haben doch noch einen Platz für ihn gefunden. Ich hatte in Frankfurt extra meinen Platz neben ihn gebucht, aber nun saß er ja doch woanders … Das ganze Theater zahlte sich im Endeffekt aber indirekt doch noch aus, da Matze, Gentleman wie er ist, seinen neu gewonnenen, exklusiven Platz mit einer Frau im Flugzeug tauschte, damit diese neben ihrem Mann sitzen konnte. Daraufhin ließen uns die beiden in ihrem Auto vom Flughafen mitfahren … einer Limosine, man gönnt sich ja sonst nix. Die beiden kamen nämlich grad von ihrer Hochzeitsreise in Europa zurück. So brachte uns Matzes selbstlose Geste eine Fahrt in dem 7türigen Geschoss ein mit der wir schließlich vor unserem Hostel vorfuhren.

Besser konnte der Urlaub nicht starten ... unser 7türiges "Taxi"

Den Gesichtern der Passanten nach zu urteilen, sieht man diesen Anblick auch nicht alle Tage …
Das Hostel ist allerdings nicht so doll. Unser Zimmer ähnelt ziemlich doll einer Gefängniszelle in Südafrika, soviel wissen wir nun aus dem Nelson Mandela Film.

Heut haben wir erstma ausgeschlafen und dann eine Tour mit ner Bekannten von Matze namens Bella unternommen. Bella ist allerdings auch noch relativ neu hier, also waren wir zu dritt auf Entdeckung in Zentral-Brisbane.

Blick von der Story Bridge auf Brisbanes Skyline

Das Wetter ist richtig geil, Bella beteuerte, dass es die letzten Wochen ständig geregnet hat. Können wir aber nicht recht glauben, echt mild hier. Brisbane ist ne ganz nette Stadt, viel Grün und die Leute waren auffallend freundlich. Abends waren wir in Chinatown ausgiebig gegessen, wer weiß was unser Camperküche in den nächten Woche so hergibt.

Auf dem Weg nach Chinatown

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